Schülerlabor „Elektronenmikroskopie“ der Heinz-Bethge-Stiftung am Standort im Institut für Physik der MLU Halle-Wittenberg

Schuelerlabor, Heinz-Bethge-Stiftung, Institut Physik MLU

Das im Jahe 2016 gegründete Schülerlabor hatte seinen bisherigen Standort im Saline-Technikum auf der Saline-Halbinsel. In zahlreichen Kursen wurden dort Schüler erfolgreich in die Welt der Mikrostrukturen eingeführt.
(Kurzfilm zum Schülerlabor im Saline-Technikum)

Wegen der mehrjährigen Bauarbeiten in der Saline bis voraussichtlich 2022/23 war ein weiteres Betreiben dort nicht mehr möglich. Mit dem Entgegenkommen des Institutes für Physik und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg konnte das Labor Ende 2020 nun in das Institut für Physik auf dem Weinberg Campus umziehen.

Dort verfügt es wieder über eine repräsentative Räumlichkeit. Die unmittelbare Nähe zum Physikinstitut bietet einen weiteren Vorteil. Gerade Schüler der oberen Klassenstufen können verstärkt in den MINT-Fächer gefördeert und die Ausbildung von Studenten unterstützt werden.

»Im vergangenen Jahr hatten wir rund 400 Nachwuchsforschende zu Gast, die in etwa 30 Veranstaltungen im Labor selbst mit High-Tech-Mikroskopen arbeiten konnten. Sie sind die Forschenden der Zukunft«, sagt Prof. Goerg Michler, Vorsitzender der Stiftung.

Mit dem Umzug sind weitere Geräte hinzugekommen, zudem soll die Kooperation mit dem Institut für Physik der MLU ausgebaut werden. »Die Kolleginnen und Kollegen an der Universität sind ebenfalls sehr engagiert in der Ausbildung von naturwissenschaftlichem Nachwuchs. Durch die räumliche Nähe können wir nun unsere Kräfte noch besser bündeln und ein noch besseres Angebot bieten«, sagt Michler, der sich für die Unterstützung bei Umzug und Neueröffnung bei den Stiftern der Geräte, der Universität, der Stadt Halle, dem Salinemuseum und dem Fraunhofer IMWS bedankt.
Kurzfilm zum neuen Schülerlabor im Institut für Physik

Schüler-Begleitheft zur Licht- und Elektronenmikroskopie

Mit der Mikroskopie zu vertieften Einblicken in die Mikrowelt von Natur und Technik

Einführung

Was ist Mikroskopie?

Mikroskopie ist allgemein die Technik zur Erzeugung der Abbildung von Strukturen, die zu klein sind, um direkt mit dem menschlichen Auge wahrgenommen zu werden.
Der Anfang der Lichtmikroskopie liegt bereits im 17. Jahrhundert.
Die Entwicklung der Elektronenmikroskopie begann um 1930.
Mikroskopische Methoden, angefangen von der Lichtmikroskopie bis zur Elektronenmikroskopie, haben in fast allen Bereichen des menschlichen Lebens neue und oft epocheprägende Erkenntnisse ermöglicht. Auch in Zukunft werden vor allem die elektronenmikroskopischen Verfahren auf zahlreichen Gebieten unentbehrlich sein. Sie unterstützen beispielsweise die Entwicklung neuer Werkstoffe für die Technik, neuer Medikamente und Wirkstoffe für die Medizin oder dienen einem besseren Verständnis der Struktur und Wirkung von Bakterien. 

 mehr erfahrt ihr in unserm Schülerlehrheft


Schülerlabor - Lernort für Elektronenmikroskopie in Halle

Auf Initiative der Heinz-Bethge-Stiftung, der Stadt (Halle) und dem Fraunhofer IMWS wurde am 09.06.2016 der erste außerschulische Lernort für Elektronenmikroskopie, Deutschlands im Technischen Halloren- und Saline Museum eröffnet und durch zahlreiche Spenden unserer Stifter und Unterstützer mit Mikroskopen und Präparationstechnik ausgestattet.

Ziel dieses Projektes ist es, Schüler für MINT-Fächer zu mobilisieren und in Projekten an Elektronenmikroskopie - Techniken heranzuführen. Die Betreuung des Schülerlabors wird durch ehrenamtliche Mitglieder der Bethge-Stiftung und durch die Lehrkräfte der jeweiligen Bildungsrichtung unterstützt.

Vermittelt werden neben den Grundlagen der Elektronenmikroskopie die Funktionsweise, Probenpräparation, Bildaufnahme und Bildauswertung. Die Grundlagen der Elektronenmikroskopie sollen den Schülern helfen, einen neuen Blick auf die Umwelt zu erhalten, da "Sehen“ als intensivster Sinneseindruck hervorragend durch die Elektronenmikroskopie angesprochen wird.

Ansprechpartner Schülerlabor:
Dr. Michael Krause (bis Nov. 2019)
Dr. Stephan Grosser (designiert ab Nov. 2019)

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Broschüre - Elektronenmikroskopie in Halle (Saale)

Die Broschüre »Elektronenmikroskopie in Halle (Saale)« ist erstmals im November 2014 erschienen und ist nun eine deutlich erweiterte Neuauflage, die zu Beginn einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Techniken und Verfahren der Elektronenmikroskopie von den Anfängen an sowie der verschiedenen Probenvorbehandlungs- und Präparationsmethoden bringt. Der jeweils aktuelle Stand wurde durch die Gerätehersteller, alles Mitgliederfirmen der Stiftung, verfasst und mit Bildmaterial ergänzt. Nach einem Überblick über die Entwicklung der Elektronenmikroskopie in Halle und insbesondere in dem jahrelang von Prof. Bethge geleiteten Akademie-Institut für Festkörperphysik und Elektronenmikroskopie am Weinberg wird in einem dritten Teil kurz auf aktuelle Forschungsergebnisse von Instituten auf dem WeinbergCampus eingegangen. Die Darstellungen des Schülerlabor für Mikroskopie und die Bethge-Stiftung schließen die Broschüre ab. 

Alles auf einen Blick!

Die Broschüre kann von Interessenten zu einem Preis von 15 € Euro über die Heinz-Bethge-Stiftung erworben werden.
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„Nanofaser – Nanokomposite für antimikrobiell wirksame Schutzschichten“

Mit Hilfe elektrogesponnener Nanofasern, die mit antimikrobiell wirksamen Nanopartikeln modifiziert sind, werden antike Textilien oder Schriften und Malereien auf Papyrus vor dem Angriff von Mikroorganismen, Insekten oder Pilzen geschützt. (Projekt zwischen der Martin-Luther-Universität, Institut für Physik und Klinik für Orthopädie, dem National Research Centre in Kairo/Ägypten und dem Ägyptischen Museum in Kairo).

Nähere Informationen zu dem Projekt erhalten Sie über Prof. Dr. G. H. Michler (goerg.michler[at]physik.uni-halle.de).


"Neue Konzepte für Verschleiß resistente Polymer-Verbundwerkstoffe"

Entwicklung von mit Nanopartikeln modifizierten Mehrphasensystemen zur Erhöhung der Beständigkeit gegenüber Rißinitiierung und -ausbreitung (Projekt zwischen dem Fraunhofer-IWMH, der Polymer Service GmbH Merseburg und Styron Deutschland).

Nähere Informationen zu dem Projekt erhalten Sie über Prof. Dr. G. H. Michler (goerg.michler[at]physik.uni-halle.de).