Susanne Richter vom Fraunhofer CSP erhält Heinz-Bethge-Nachwuchspreis für Mikroskopie

Dr. Sylke Meyer vom Fraunhofer CSP nahm den Preis für ihre Kollegin entgegen, der von Prof. Dieter Katzer, stv. Vorsitzender der Heinz-Bethge-Stiftung, Mirko Potthast, Filialleiter der Commerzbank Halle, und Prof. Goerg Michler, Vorsitzender der Heinz-Bethge-Stiftung (von links), überreicht wurde. © Heinz-Bethge-Stiftung

Für Ihre Dissertation ist die Physikerin Dr. Susanne Richter mit dem Nachwuchspreis der Heinz-Bethge-Stiftung für angewandte Elektronenmikroskopie ausgezeichnet worden. Die 32-Jährige forscht am Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP und erhielt die mit 500 € dotierte Auszeichnung im Rahmen der Jahresversammlung der Stifter, am 17. November 2016, in Halle. Die Ergebnisse ihrer Forschung können dazu beitragen, die Zuverlässigkeit von Solarzellen zu steigern und Hocheffizienz-Solarzellenkonzepte weiter zu entwickeln.

Die Heinz-Bethge-Stiftung honoriert mit dem Nachwuchspreis herausragende Master-, Diplom- und Promotionsarbeiten, in deren Mittelpunkt theoretische beziehungsweise experimentelle Beiträge zur Mikroskopie beziehungsweise Mikrostrukturaufklärung mittels mikroskopischer oder elektronenoptischer Techniken stehen. »Wie wichtig diese Methoden beispielsweise für die Forschung zu einer nachhaltigen Energieversorgung sind, zeigt die Doktorarbeit von Susanne Richter in eindrucksvoller Weise. Mit dem Preis möchten wir die Auseinandersetzung von Studierenden und jungen Wissenschaftlern mit mikroskopischen Techniken fördern«, sagt Professor Dieter Katzer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bethge-Stiftung.

In ihrer Doktorarbeit nahm Susanne Richter den Kristallisationsprozess von Silizium in den Blick. Dabei entstehen strukturelle Defekte im Material durch nichtmetallische Fremdelemente wie Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff – solche Störungen im dreidimensionalen Kristallgitter können sich negativ auf den Wirkungsgrad oder die Lebensdauer der späteren Solarzellen auswirken, wenn es beispielsweise zu Kurzschlüssen kommt.

Ziel der Arbeit »Entstehung und Charakterisierung von nichtmetallischen Fremdphasen bei Siliziumskristallisationsprozessen für die Photovoltaik« war es, ein tiefergehendes Verständnis der dabei ablaufenden Prozesse zu gewinnen. Zuerst wurde ein Messverfahren weiterentwickelt, um die mikroskopisch kleinen Fremdphasen in ihrer Zusammensetzung hochaufgelöst untersuchen zu können. Richter betrachtete dabei verschiedene Kristallisationsverfahren (Float Zone, Czochralski, Vertical Gradient Freeze) und ermittelte, ab welchem Wert die Konzentration von Kohlenstoff, Stickstoff und Sauerstoff im Silizium kritisch wird, wie sich die entstehenden Fremdphasen klassifizieren lassen und wie man aus ihren Eigenschaften Rückschlüsse auf ihre Entstehungsbedingungen im Siliziumkristall ziehen kann.

Die Erkenntnisse tragen dazu bei, defektreiches Material frühzeitig zu erkennen. So ist sichergestellt, dass es nicht weiter verarbeitet wird und der Herstellungsprozess optimiert werden kann. »Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, denn sie bestätigt mich darin, dass es sich lohnt zu forschen, um die Welt zu verstehen und ein kleines bisschen voran zu bringen«, sagt Richter, die den Preis nicht selbst entgegen nehmen konnte.

In ihrer künftigen Forschungsarbeit in der Gruppe »Diagnostik Solarzellen« am Fraunhofer CSP, in der sie seit 2008 tätig ist, wird sich die Physikerin schwerpunktmäßig mit der strukturellen und chemischen Analyse von Oberflächen und Grenzflächen an alternativen Substraten beschäftigen. »Der Preis der Heinz-Bethge-Stiftung ist dabei ein großer Ansporn«, sagt Richter. » Die von mir untersuchten Defekte im Submikrometer- bis in den Millimeterbereich erforderten die Anwendung von verschiedenen licht- und elektronenmikroskopischen Verfahren. Dies war nicht nur für meine Arbeit essenziell, sondern zeigt auch die Bedeutung dieser Methoden für die Weiterentwicklung der Photovoltaik insgesamt.«

Die Preisträgerin wurde von einer internationalen Jury ausgewählt, die dabei die Relevanz der eingereichten Arbeiten für anwendungsorientierte Fragestellungen, die Originalität des Lösungsansatzes zur Strukturaufklärung, die Komplexität der mikroskopischen Charakterisierung oder der Präparationsmethodik sowie die wissenschaftliche Qualität bewertete. Das Preisgeld wird von der Commerzbank AG gestiftet. 


Schüler entdecken die Welt der kleinsten Dinge: Lernort für Elektronenmikroskopie in der Saline eröffnet

Der erste außerschulische Lernort für Elektronenmikroskopie in Deutschland wurde am 09.06.2016 im Technischen Halloren- und Salinemuseum Halle eröffnet. Im neuen Labor werden Schüler in Projekten an Elektronenmikroskopie-Techniken herangeführt und können selbst die Welt der kleinsten Dinge entdecken.

Bei der Elektronenmikroskopie werden Elektronen beschleunigt und treffen auf ein Objekt, sodass dessen Oberfläche oder sein Inneres abgebildet werden können. Die dabei erzielte Auflösung ist deutlich höher als bei Lichtmikroskopen und macht Einblicke bis auf die Ebene einzelner Atome möglich. Das Verfahren hat in Halle eine lange Tradition: Schon 1960 wurde von Prof. Heinz Bethge eine Arbeitsstelle für Elektronenmikroskopie in Halle gegründet, 1973 entstand daraus das Institut für Festkörperphysik und Elektronenmikroskopie der Akademie der Wissenschaften der DDR.

 

Zum Eröffnungs-Festakt konnten die ersten Schüler das Labor mit seinen Lichtmikroskopen und Rasterelektronenmikroskopen erkunden. Prof. Claudia Dalbert, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, und Marco Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt, stellten in ihren Grußworten Halles internationale Strahlkraft für die Disziplin der Elektronenmikroskopie heraus und betonten die Bedeutung der Ausbildung von qualifiziertem naturwissenschaftlichen Nachwuchs für das Land.

 

Die ersten Schüler werden das Labor am kommenden Montag erkunden. Sie sind Teilnehmer der Schülerakademie, die von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Land Sachsen-Anhalt ausgerichtet wird. Auch interessierten Schulen, die jeweils eintägige Projekte absolvieren möchten, steht der erste außerschulische Lernort für Elektronenmikroskopie in Deutschland offen.

 

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Deutsch-nepalesisches Kolloquium zum nachhaltigen und erdbebensicheren Bauen

Die Potenziale von faserverstärkten Kunststoffen für nachhaltiges und erdbebensicheres Bauen haben internationale Experten am 06.06.2016 in einem Workshop in Halle diskutiert. Sie stellten neue Forschungsergebnisse vor und erörterten die Perspektiven für den Einsatz dieser Werkstoffe in Nepal, das im Frühjahr 2015 von schweren Erdbeben getroffen worden war.

Zum Kolloquium hatten die Heinz-Bethge-Stiftung für angewandte Elektronenmikroskopie Halle, das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS Halle und die Akademie Mitteldeutsche Kunststoffinnovationen (AMK) Merseburg eingeladen. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Die Gastgeber pflegen schon seit Jahren enge Verbindungen nach Nepal, insbesondere zum Nepal Polymer Institute und der Tribhuvan-University in Kathmandu.So gibt es beispielsweise Forschungskooperationen zu Faserverbundwerkstoffen mit Bambusfasern.

 

Die Kontakte wurden mit dem deutsch-nepalesischen Kolloquium in Halle vertieft und ausgebaut und zugleich konnten Lösungsansätze diskutiert werden, wie nachhaltiges und erdbebensicheres Bauen auch in einem der ärmsten Länder der Erde möglich ist.

 

Schwerpunkte der Tagung waren naturfaserverstärkte Polymere, Leichtbau, nachhaltiges Bauen, Nutzung lokaler Ressourcen, Kosteneffizienz und erdbebensicheres Bauen. Zu den Rednern gehörte neben Fachleuten des Fraunhofer IMWS und von Industrieunternehmen auch Professor Rameshwar Adhikari von der Tribhuvan University in Kathmandu, der Anforderungen an ein nachhaltiges und erdbebensicheres Bauen in Nepal vorstellte. Die Key-Lecture hielt Dr. Johannes Ganster vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung in Potsdam zu den Anwendungsmöglichkeiten von mit Cellulosefasern verstärkten thermoplastischen Komposit-Werkstoffen.

 

Die Heinz-Bethge-Stiftung für angewandte Elektronenmikroskopie unterstützt nepalesische Wissenschaftler auch mit einem Stipendium aus einem Fonds, der unmittelbar nach den Erdbeben angelegt wurde. Damit wird jungen Wissenschaftlern aus Nepal ein Forschungsaufenthalt von zwei bis drei Monaten in Deutschland ermöglicht. Drei Empfänger der Stipendien sind seit Mai in Halle und Merseburg und können hier ihre Forschungs- und Promotionsarbeiten vervollständigen. Mit Santosh Khanal war einer der Nachwuchsforscher auch mit einem Vortrag am Kolloquium beteiligt.

 

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Prof. Rameshwar Adhikari (Tribhuvan University Kathmandu) und Prof. Goerg Michler (Heinz-Bethge-Stiftung)


Bernard Baptista da Cunha erhält Heinz-Bethge-Nachwuchspreis für Mikroskopie

v.l.n.r. Prof. Dr. Katzer (stell. Vorstandsvorsitzender), Preisträger Bernard Baptista da Cunha, Dr. Petra Sachse (Leiterin des Dienstleistungszentrums Wirtschaft und Wissenschaft der Stadt Halle) und Prof. Dr. Michler (Vorstandsvorsitzender)

Bernard Baptista da Cunha wird mit dem Nachwuchspreis der Heinz-Bethge-Stiftung für angewandte Elektronenmikroskopie geehrt. Der 27-Jährige erhielt die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung gestern Abend im Rahmen der Jahresversammlung der Stiftung in Halle. Er hat ein Korrektursystem entwickelt, das eine größere Schärfe des Partikelstrahls bei niedrigen Elektronen- beziehungsweise Ionenenergien ermöglicht.

Die Heinz-Bethge-Stiftung honoriert mit dem Nachwuchspreis herausragende Master-, Diplom- und Promotionsarbeiten, in deren Mittelpunkt theoretische beziehungsweise experimentelle Beiträge zur Mikroskopie beziehungsweise Mikrostrukturaufklärung mittels mikroskopischer oder elektronenoptischer Techniken stehen. »Mit dem Preis möchten wir die Auseinandersetzung von Studierenden und jungen Wissenschaftlern mit mikroskopischen Techniken fördern. Die Arbeit von Bernard Baptista da Cunha zeigt, dass auch mit einem theoretischen Ansatz innovative Lösungen für das wichtige Problem der Aberrationskorrektur entstehen können«, sagt Professor Goerg H. Michler, Vorstandsvorsitzender der Bethge-Stiftung.

Bernard Baptista da Cunha studierte nach dem Abitur zunächst Elektrotechnik in seiner Heimatstadt Bremen, anschließend Maschinenbau in Hamburg. 2013 erwarb er an der Universität Oldenburg seinen Bachelor in technischer Physik, in diesem Jahr den Mastertitel an der Universität Oldenburg/Karlsruher Institut für Technologie mit der nun ausgezeichneten Arbeit »Entwicklung einer auf nicht-zirkularen Aperturelektroden basierenden Korrektureinheit zur Reduzierung der chromatischen Aberration in teilchenoptischen Systemen«.

Er hat darin ein elektrostatisches Korrektursystem für niedrige Elektronen- beziehungsweise Ionenenergien entwickelt, das die Unschärfe des Partikelstrahls in diesem Energiebereich reduzieren kann. Das Korrektursystem, dessen Möglichkeiten der Physiker an Modellen berechnet hat, könnte bei Niederspannungselektronenmikroskopen eine höhere Auflösung und bei der Präparation von Proben mit fokussierten Ionenstrahlen einen genaueren Materialabtrag ermöglichen.

»Ich war sehr überrascht und umso erfreuter. Seit ich mich für Elektronenoptik begeistere, hat mich die Frage nach der Diskrepanz zwischen theoretisch möglicher und technisch erreichbarer Auflösung in elektronenoptischen Mikroskopen im Vergleich zu lichtoptischen beschäftigt. Dass ich dazu mit der Arbeit einen Beitrag geleistet habe und dieser jetzt auch noch ausgezeichnet wurde, freut mich sehr«, sagt der 27-Jährige, der gerade auf der Suche nach einer Promotionsstelle ist und dabei gerne weiter zur Ionenoptik forschen möchte.

Der Preisträger wurde von einer internationalen Jury ausgewählt, die dabei die Relevanz der eingereichten Arbeiten für anwendungsorientierte Fragestellungen, die Originalität des Lösungsansatzes zur Strukturaufklärung, die Komplexität der mikroskopischen Charakterisierung oder der Präparationsmethodik sowie die wissenschaftliche Qualität bewertete.


Verleihung des Heinz-Bethge-Nachwuchspreises und dritte Jahresversammlung der Stifter

Für das Verständnis essentieller biologischer Vorgänge auf Molekülebene wie der Photosynthese oder der Zellatmung sind hochaufgelöste Bilder notwendig. In seiner Promotion widmete sich der Biologe Dr. Bertram Daum vom Max-Planck-Institut für Biophysik aus Frankfurt (Main) intensiv der Frage, was sich mit Hilfe des Elektronenmikroskops (EM) über die Struktur von Makromolekülen und damit über bioenergetische Prozesse herausfinden lässt und beschreibt ein Verfahren, um elektronenmikroskopische Bilder von Makromolekülen in Zellmembranen zu ermöglichen. Dafür wurde er mit dem Heinz-Bethge-Nachwuchspreis 2014 ausgezeichnet.

Neben der  Verleihung des Nachwuchspreises, gab es noch zwei weitere schöne Höhepunkte.

Zum Einen publiziert die Heinz-Bethge-Stiftung für angewandte Elektronenmikroskopie erstmals in diesem Jahr eine Broschüre zum Thema Elektronenmikroskopie in Halle.
In dieser hochwertigen und entsprechend bebilderten Broschüre verschaffen auf 30 Seiten namhafte hallesche Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik, der Martin-Luther-Universität und dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM, einen wissenschaftlichen Überblick über die halleschen Ursprünge der Elektronenmikroskopie, deren aktuellen Stands und kommenden Perspektiven.

Die Broschüre ist hier erhältlich! (Schutzgebühr 5 Euro, zzgl. 2 Euro Versand)

Zum Anderen und dritten Höhepunkt des feierlichen Abends, gab es wieder einen Festvortrag. Dieser wurde in diesem Jahr von Herrn Dr. Max Haider von der Ceos GmbH aus Heidelberg gehalten. Herr Dr. Haider konnte dem Stifterforum eindrucksvoll einen interessanten Einblick in die Geschichte der Aberrationskorrektur in der Elektronenmikroskopie geben.

Der Ausklang der diesjährigen Veranstaltung fand unter einem gemeinsamen Imbiss und regem Ideenaustausch statt.  


Kuratoriumssitzung und 2. Jahresversammlung der Stifter

Am 14. November 2013 fand die 2. Jahresversammlung der Heinz-Bethge-Stiftung in Halle von 16.30 Uhr bis gegen 21.30 Uhr unter Beteiligung von Stiftern und Gästen statt. Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn wurde über wesentliche Aktivitäten des vergangenen Jahres durch Prof. Dr. Goerg H. Michler berichtet.

Dazu gehören die

  • Aufnahme eines neuen Firmenmitgliedes und von zwei neuen persönlichen Mitgliedern,
  • die Aufnahme in den Bundesverband Deutsche Stiftungen,
  • die Vorbereitung von Kooperationsbeziehungen zur Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, zur Stadt Halle (Saale), zur Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) sowie zur Deutschen Gesellschaft für Elektronenmikroskopie (DGE),
  • die Ernennung von Dr. Sven Henning, Fraunhofer-Institut IWM, als drittes Mitglied des Vorstandes für die Organisation von Workshops und Weiterbildungsveranstaltungen.
  • Höhepunkte waren die Durchführung von bzw. Beteiligung an mehreren Veranstaltungen:
    • Beratung des Arbeitskreises „Osteologie“ der Deutschen Gesellschaft für Osteologie (DGO) gemeinsam mit PD Dr. J. Brandt, Medica Klinik Leipzig, im März,
    • Filmfestival „Nanospots“ im Juli in Halle mit Verleihung des 2. und 3. Preises,
    • Workshop „Ultramikrotomie und ergänzende Verfahren in der Materialforschung“ im Oktober.

Auf der vorangegangenen Kuratoriumsberatung wurde entsprechend der Satzung der Jahresbericht mit der Finanzübersicht gebilligt. Über weitere auf der Kuratoriumssitzung diskutierte Vorhaben und Veranstaltungen im Jahr 2014 wurde berichtet.

Der diesjährige Heinz-Bethge-Nachwuchspreis wurde an den russischen Wissenschaftler Dr. Vadim Migunov verliehen, der seine Doktorarbeit „Elastic properties and electron transport in InAs nanowires“ an der Universität Duisburg-Essen an der Fakultät für Physik angefertigt hatte. An die Dankesworte von Dr. Migunov schloss sich eine kurze Diskussion zu den weiteren Aufgaben der Stiftung an.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Festvortrag von Dr. Jürgen Heindl, JEOL (Germany) GmbH zum Thema „Abbildung und Analytik bei niedrigen Spannungen im Rasterelektronenmikroskop“, in dem über interessante neue Entwicklungen berichtet wurde.

Bei einem Imbiss und Getränken wurde die Veranstaltung mit Diskussionen und Gesprächen in kleineren Kreisen fortgesetzt.


nanospots - Das 2. Nano-Kurzfilm-Festival

“Gefühlt Nano… Wie fühlt sich Nano an"

Am 27.6.2013 fand in Halle das von der VW-Stiftung geförderte 2. Nano-Kurzfilm- Festival statt. Nach einer Vorauswahl kamen 11 Beiträge zur Auführung, um in einem Zuschauervoting die Preisträger zu ermitteln. Die gute Organisation der Veranstaltung durch die Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation in Kooperation mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg muss besonders hervorgehoben werden, weil wegen der Hochwasserschäden eine kurzfristige Verlegung vom Multimediazentrum zum Fernsehstudio an der Waisenhausmauer erfolgen musste, was für den Zuseher reibungslos verlief.

In ihren Filmbeiträgen zeigten die Autoren in vielfältiger Weise auf, wie sich die unvorstellbar kleinen Dimensionen von  „Nano“ visualisieren lassen, so, dass wir sie in unserer haptischen makroskopischen Erfahrungswelt „fühlen“ können.

Der erste Preis, gestiftet von der Firma Carl Zeiss Microscopy GmbH ging an den Promotionsstudenten Benjamin Gesemann und Peter Nolte vom Institut für Physik  der Martin-Luther-Unversität Halle – Wittenberg. In ihrem Beitrag „Dr. Pfiffig“ werden in leichter, unterhaltsamer Form, bei guter Anschaulichkeit, verschiedene Anwendungsfelder der Nanotechnologie aufgezeigt.

Für die vom Publikum auf die Plätze 2 und 3 gewählten Beiträge sponserte die Heinz-Bethge-Stiftung die Preisgelder. Die Preisverleihung nahmen Prof. Dr. Dieter Katzer von der Heinz-Bethge-Stiftung zusammen mit der 3-SAT- Wissenschaftsmoderatorin A. Fehring vor.

Auf Platz 2 wurde der Beitrag „Best of amazing organic electronics“ von Dr. Dominik Gronarz von der Organic Electronics Saxony GmbH gewählt. In einer flott erzählten Storie wird dabei auf die Einsatzvielfalt der Organischen Elektronik aufmerksam gemacht, welche ihr Potenzial aus der Nanofunktionalität gewinnt.

Den 3. Preis errang der Beitrag „Brainside“ von Tobias Hoffmann von der Berliner Technischen Kunsthochschule. In einer optisch fantastisch anmutenden Inszenierung eines Hirnschlages wurden mit Bildern Emotionen erzeugt, die nicht vorrangig für den Wissenschaftler bestimmt sind, sondern unterhaltsam ein wissenschaftliches Thema auch für die breitere Öffentlichkeit nachvollziehbar macht.

Eine gelungene Publikums-Veranstaltung, die in ihrer Wirkung dem Anliegen der Heinz-Bethge-Stiftung auf eine unterhaltsame Art in starkem Maße Rechnung getragen hat.  

Hier geht es zu den drei besten Nanospots Deutschlands


Heinz-Bethge-Stiftung in Halle (Saale) vergibt Nachwuchspreis

Die 1. Preisträgerin des Heinz-Bethge-Nachwuchspreises bestach durch den Experimentalcharakter und die richtungsweisenden Ergebnisse ihrer Arbeit. Die gebürtige Ilmenauerin war unter den Stipendiaten der »Erlangen Graduate School in Advanved Optical Technologies« am Institut für Medizinische Physik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und begann ihr Promotionsstudium in 2008 am Instutut für Physik der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg. Annerkennungsurkunden erhielten wewiterhin für ihre ausgezeichneten Arbeiten Dr. Jan Keller und Silvio Morgenstern.

Das Stifterforum der Heinz-Bethge Stiftung fand am 14. November 2012 am Fraunhofer IWM in Halle unter reger Beteiligung zahlreicher Stifter und Firmenvertreter aus der Region Deutschland statt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kuratoriums der Heinz-Bethge Stiftung, Professor Dr. Ralf B. Wehrspohn und dem Bericht des Stiftungsvorsitzenden, Professor Dr. Goerg H. Michler wurde als ein Höhepunkt die erste Ehrenmitgliedschaft der Stiftung an Herrn Professor Dr. Johannes Heydenreich verliehen. Professor Dr. Heydenreich leitete als langjähriger Vize-Direktor gemeinsam mit Professor Bethge das Akademie-Institut für Festkörperphysik und Elektronenmikroskopie in Halle (Saale), entwickelte elektronenmikroskopische Techniken und ist Mitglied der Akademie Leopoldina. Eine beeindruckende Laudatio hielt Professor Dr. Christian Teichert von der Montanuniversität-Loeben, Österreich.

Für den Heinz-Bethge-Nachwuchspreis wurden über ein Dutzend Diplom- und Promotionsarbeiten aus Deutschland und Österreich zur Anwendung elektronenmikroskopischer Methoden in der Materialwissenschaft eingereicht. Die Jury wählte aus zahlreichen Einsendungen drei Preisträger aus.

Die Heinz-Bethge Stiftung für angewandte Elektronenmikroskopie wurde offiziell am 08.07.2011 in Halle (Saale) in einem feierlichen Alt im Beisein der Stifterinnen und Stifter gegründet. Ziel der Stiftung ist die Weiterbildung und Qualifizierung junger Wissenschaftler in der Mokrostrukturcharakterisierung und den Einsatz der modernen Methoden der Elektronenmikroskopie zur Stärkung der Materialwissenschaften in Halle (Saale) und Mitteldeutschland zu unterstützen. 


nanospots - Das Kurzfilm-Festival

Initiative "Nanospots - der Wettbewerb zum 1. Nano-Kurzfilm-Festival"

Zu der Initiative "Nanospots - der Wettbewerb zum 1. Nano-Kurzfilm-Festival" fand am 5. Juli 2012 im MultiMedia Zentrum in Halle/Saale die Präsentation der zehn besten "Nanospots" statt. In einer Lifeshow mit begleitendem Rahmenprogramm wurden die drei besten Nano-Kurzfilme Deutschlands durch das Publikum gewählt. Der erste Preisträger freute sich über 5.000 Euro, übergeben und gesponsert durch Markus Wiederspahn von der Carl-Zeiss-Microscopy. Während der zweite und dritte Preisträger 3.000 Euro und 2.000 Euro durch Prof. Dr. Gorg. H. Michler von der Bethge-Stiftung erhielten.

Nach Grußworten von Dr. Franz Dettenwanger der VolkswagenStiftung, Markus Wiederspahn, Carl-Zeiss-Microscopy, sowie Prof. Dr. Goerg H. Michler, Heinz-Bethge-Stiftung wurde die Initiative nanospots durch Roland Sahr, Deutsche Bank und Patricia Bräuer, Initiative Land der Ideen zum "Ort im Land der Ideen" ausgezeichnet. Im Rahmen der kontroversen Podiumsdiskussion unter dem Motto "nano meets film - oder umgekehrt" diskutierten Experten wie Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn, Nanophysiker der Martin-Luther-Universität Halle sowie Initiator der Initiative, Marita Hübinger, Redaktionsleiterin "Wissen" bei arte, Dr. Carsten Könneker, Chefredakteur Spektrum der Wissenschaft und Stephanie Brauer, Salamander Production Halle über Synergien und Widersprüche von Nano-Forschung und dem Genre des Kurzfilms.

Die Premiere des 1. Nano-Kurzfilm-Festivals im Vorabendprogramm der " 13. Langen Nacht der Wissenschaften" in Halle/Saale zeigte, dass Visualisierungen aus dem wissenschaftlichen Forschungsbetrieb angekommen sind. Weiterentwicklungen elektronenoptischer und nachfeldoptischer mikroskopischer Methoden ermöglichen künstlerisches Arbeiten in der Nanowelt, denen keine Grenzen mehr gesetzt sind und sogar den Schritt vom einfachen Bild zum bewegten Bild erlauben.

Gefördert wurde die gesamte Initiative "Nanospots" von der VolkswagenStiftung unter der Leitung der MLU, Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn und der science2public - Gesellschaft für Wissenchaftskommunikation, Ilka Bickmann. Die Initiative nanospots möchte in einen Dialog mit der interessierten Öffentlichkeit treten, sie in das Reich des Nanokosmos einführen und mit ihr die Phänomäne des Nanoskosmos offen und auch kritisch diskutieren: "Das Potential der Nanotechnologie im Bereich der Eigenschaftsverbesserung von Produkten des Alltags ist heute allen bewusst, und es gibt viele Produkte, die Nanotechnologie einsetzen. Über Nanotechnologie ist in den letzen Jahren aber auch kontrovers über deren umwelttoxikologische und toxikologische Auswirkungen diskutiert worden. Leider ist dieser Dialog nicht immer auf Augenhöhe zwischen Wissenschaftlern und breiter Öffentlichkeit geführt worden. Unsere Nanospots sollen über das Medium den öffentlichen Diskurs um die Nanotechnologie konstruktiv fördern und ein besseres Verständnis für die Wechselwirkungen im Nanokosmos erzielen.", so Prof. Ralf B. Wehrspohn, Nano-Physiker und Projektleiter der Initiative.

Gewinner des 1 Nanospots - Kurzfilm - Festivals 2012